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Max Götzfried - Tschechien 2016 - es wird eine Tradition!




Max Götzfried - Tschechien 2016 - es wird eine Tradition!
ANSCHÜTZ Modell 1781 D FL Lochschaft, Kaliber .30-06

 

Tschechien 2016 I + II – es wird eine Tradition!
Wir sind wieder zurück. Wie das immer so ist, leider nicht alle, aber immerhin die meisten mit tollen jagdlichen Erlebnissen und Neu-Bekanntschaften im Gepäck, mit lustigen Abenden, grantigen Morgenmuffeln ebenso wie echten Widdern, mit allen Hirscharten und echten Sternstunden. Hach, wat schön!

Angefangen haben wir in diesem Jahr mit einer Ansitzjagd, tagsüber aufgelockert mit kleinen Drückerchen. Zu neunt waren wir, ein zusammengewürfelter Haufen aus ganz Deutschland aufgefüllt mit Daniel, dem Quoten-Schweizer. Unsere Männer-WG hauste in einem komfortablen Jagdhaus mitten im Revier, an dem wir abends bei den „Küchen-Sit-Ins“ richtig Spaß hatten – und durchaus auch gute Erfolge. Aber der Reihe nach…



Zuerst fuhren mein Kumpel Andre und ich mitten nach Damwild-City an der Moldau. Dort war Hochbrunft, aber sowas von. Kurz nach dem Abstellen des Autos sah ich den ersten dicken Schaufler und stupste den Jagdführer ganz aufgeregt flüsternd und fuchtelte wild mit meinem Hinweisfinger. Peter schaute mich daraufhin einfach nur mitleidig an wie einen Bekloppten (so falsch lag er da ja auch nicht) und machte ein paar hundert Schritte über eine Waldkante – Jesses Maria! Brunftkuhle über Brunftkuhle, ein so konstantes Rülpskonzert, dass ich im Anmarsch dauernd überlegte, wo in dieser Einöde plötzlich eine Autobahn herkommen sollte, ein Stangenwald aus Holz und Schaufeln, krachende Kämpfe, brunftige Dämpfe – DAS war mal beeindruckend! Fast noch beeindruckender war die Ruhe und Kompetenz des Pirschführers, der sich das wilde Treiben in aller Ruhe anschaute und nach zwei Stellungswechseln aus diesem ganzen Wirr-Warr plötzlich eben DEN Hirsch entdeckte: „Diesä dorrt!“ Andre streckte einen gewaltigen Schaufler mit 5,2 Kilo Geweihgewicht, kurz darauf bekamen wir sogar noch einen guten Abschusshirsch -ein Wahnsinnserlebnis!



Dann ging es ins Erzgebirge, die Ansitztruppe musste komplettiert werden. Eine wirklich angenehme Bande war das, die wir da zusammen hatten. Wir mussten zwar ein Wenig mit Sturm, Nebel und Bombardements durch Birnbäume kämpfen, im Endeffekt aber brachten wir es, das wird die Statistiker interessieren, auf 5 Hirsche, 11 Stück Kahlwild, 9 Sauen, 2 Dachse und 2 Füchse – und auf ein paar nette neue Bekannte! 



Schneller als lieb waren die Tage wieder rum, aber zum Glück gingen wir nahtlos über ins Drückjagd-fieber. Ein Teil der Truppe blieb, ein Haufen anderer verwegener Gestalten gesellte sich zu uns. Ein großes Hallo zwischen Bekannten aus dem Vorjahr, jedem stand die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Die bunten Herbstwälder zeigten sich von ihrer besten Sonnenseite, einige Treiben boten uns spannenden An-, zumindest aber allerbesten Ausblick. Es wurde gefrotzelt auf Teufel komm raus, gelacht, gescherzt, geschossen. Gerrit brachte es dank seiner herausragenden Schießkünste tatsächlich fertig, mit 6 Schuss innerhalb von 30 Sekunden 4 Sauen neben ein rotes Tier mit Kalb zu erlegen – auf einer Fläche von vielleicht 10x15m! Fast zeitgleich hatten auch mein Nachbar und ich 500m weiter unsere Tagesration Uffreschung zu bewältigen – zwar zu zweit, aber immerhin auch 6 Stück konnten wir aus einem Muffel-Rudel picken, während andere Rote, Sika, Sauen, Rehe, Füchse und weitere Muffel sahen. Langweilig wurde uns fast nie, dafür sorgte schon die sehr unterhaltsame, „leicht“ ablenkende WhatsApp-Gruppe… Außerdem waren zumindest Gerrit, Andre und ich uns einig, dass das Erzgebirge wirklich ein Gebirge ist und wir alle offensichtlich älter werden. Ich werde den mitleidigen Blick von Monty, einem weiteren Schweizer, so schnell nicht vergessen, als Gerrit und ich einen steilen Hang hinaufkeuchten. Das alte Aas von einer Bergziege flog locker und leicht an uns vorbei, es fehlte nur noch ein charmantes Winken. Ich hatte zwar ausreichend Beleidigungen in Kopf, leider aber keine Puste mehr übrig, um sie ihm entgegen zu schleudern. 


Wie immer legten die Tschechen eine blitzsaubere, sehr traditionsbewusste Gesamtstrecke, der sie mit wirklich sagenhaft guten Bläsern die letzte Ehre erwiesen. Was die Jungs drauf haben ist für mich bisher definitiv unerreicht. In manchen Signalen wurden die Strophen abwechselnd geblasen und gesungen, zum Abschied schlich sich im Dunkeln ein Bläser 40m hinter uns und antwortet seinen Kameraden als Echo – eine perfekt inszenierte, echte Gänsehaut-Atmosphäre! In zwei Tagen brachten wir es mit 29 Mann und ein paar Anstellern auf einen Fuchs, 10 Muffel, 16 Stück Rotwild und 42 Sauen, bevor wir uns zum Abschluss aufmachten in ein Sika-Revier des Tepla-Gebirges.

Den ersten Knalleffekt des Tages lieferte leider ein Auffahrunfall in der Kolonne, dann aber erwartete uns auch dort eine schöne, wenn auch eher von dunkeln Fichtenwäldern dominierte Landschaft, die mit wirklich beeindruckenden Wechseln aufwarten konnte. Alle Leute vor Ort waren bemerkenswert freundlich und zuvorkommend, alles war von der extra auf Deutsch geschriebenen Standkarte bis hin zum brandneuen Drückjagdbock und sogar für die Heimreise vorbereitete Proviant-Baguettes perfekt organisiert. Es war eine echte Freude, das Strahlen in den Augen des alten Jagdleiters zu sehen, als ich ihn später an der Strecke für das wirklich gelungene Gesamtwerk lobte. Der Sika-Bestand war gut, wir alle freuten uns über Daniels ersten schwarzen Hirsch. Erst ganz am Schluß versauten uns Sturm und Starkregen ein Wenig die Stimmung, aber auch hier waren wir mit 21 Sika, einer Sau und einem (nicht freigegebenen) Rehbock durchaus in der Lage, das ein oder andere Schnitzel auf den heimischen Teller zu bringen. Und das meine ich wörtlich, denn da man ja so selten an Sika rankommt, plünderten wir – immerhin erst nach auch hier sehr traditionellem Verblasen und dem Jägerschlag der Ersterleger- die Strecke doch schon ganz erheblich, bevor wir uns bereits auf das nächste Jahr schielend verabschiedeten. Die ganze Heimfahrt über schwelgten wir in Erinnerungen und mussten ein paar Mal gut lachen, das dürfte auch noch lange anhalten.



Das Fazit? Das gleiche wie jedes Jahr: Wie kommen wieder, und wie! Schon im Dezember steht der nächste Besuch an, dieses Mal geht es drei Tage nach Mitteltschechien. Es sind übrigens noch Plätze frei – und die Planung für nächstes Jahr steht auch schon fast, außerdem werden wir einen Teil der Truppe wohl in Namibia wiedertreffen. Wisst Ihr was? Wir haben ein wirklich schöne Passion – lebt sie, so oft Ihr könnt und mit all Euren Kumpels!"

Max Götzfried
Rechtsanwalt




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